03.12 - 7.01.2007

Ausstellung des Bremer Verbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK)

„Dies Bildnis ist bezaubernd schön ...“

Eine der bekanntesten und schönsten Arien aus Mozarts Zauberflöte beschreibt, wie sich Tamino singenden Fußes in das Bildnis des Fräulein Pamina verliebt. Dem Portraitisten dieses Konterfeis muss es gelungen sein, neben der körperlichen Ähnlichkeit auch das Wesen der jungen Frau auf eindrücklichste Weise formuliert zu haben.

Christiane FichtnerTom DiekmannMarina Schulze

Diese musikalische Szene offenbart die Absicht einer Jahrhunderte alten Tradition. Begrifflich gesehen meint das Portrait die künstlerische Darstellung einer Person, mit dem Willen, neben der physiognomischen Erkennbarkeit gleichermaßen Charakter und Individualität zum Ausdruck zu bringen.

Reinhard OsianderNorbert BauerEle Hermel

Die Geschichte des Portraits nimmt ihren Ursprung zwar in der Vor- und Frühgeschichte, zum Erfolg führten sie aber erst die Künstler der Antike, deren stark idealisierte Abbildungen von Herrschern und Feldherren ihrerseits von der sehr viel realitätsnäheren Portraitkunst des Mittelalters und der Renaissance abgelöst wurde.

Sirma KekecChristian Meier-KahrwegNicola Hanke

Erst im 20. Jahrhundert erlaubten sich Künstler, die Motivsuche zu erweitern und, indem sie Menschen aller sozialer Schichten illustrierten, ein Gesellschaftsportrait zu entwerfen.

Antonio Velasco MunozEugenia Gortchakova

Oftmals verknüpft sich die Darstellung eng mit der eigenen Familiengeschichte, die Identifikation des „Ich“ erfolgt neben dem Selbstportrait überdies im Blick auf den Nächsten. Die Sicht auf eine uns rätselhaft erscheinende Gesellschaft versucht sich über das Portrait zu entschlüsseln, wohingegen eine jenseits der Mimesis thematisierte Bildniskunst ihre Ausführung durch geometrisch abstrakte Farbmalerei ebenso erfährt wie durch konzeptuelle Annäherung an formalästhetische Vorgaben.

Isabel ValeckaSabine Straßburger

Dagegen vermag ein Portrait, welches aus Mehl, Eiern und Butter besteht, ganz andere Genüsse hervorzurufen.

Susanne Hinrichs

Anette VenzlaffHarald Busch

Ausstellende Künstlerinnen und Künstler sind:

Norbert Bauer, Benjamin Blanke, Marion Bösen und Anja Fußbach, Cornelia Brader, Harald Busch, Tom Diekmann, Christiane Fichtner, Theresia Gerding, Herwig Gillerke, Eugenia Gortchakova, Elke Graalfs, Nicola Hanke, Ele Hermel, Sirma Kekec, Christian Meier-Kahrweg, Reinhard Osiander, Boris Reihle, Marina Schulze, Jette Slangerod, Sabine Straßburger, Unity Art Nabiha & Thom, Isabel Valecka, Antonio Velasco Munoz, Anette Venzlaff und Oliver Voigt.

Jette SlangerodOliver Voigt

Es erscheint ein Katalog.

Elke Graalfs

Begrüßung: Prof.Dr. Hans-Joachim Manske, Städtische Galerie Bremen

Grußwort: Jörg Kastendiek, Senator für Kultur

Einführung: Susanne Hinrichs, Galerie im Park, Bremen

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