Finissage der Ausstellung in der Städtischen Galerie am Sonntag, den 18. Januar 2009!
Um 11:00 und 15:00 Uhr führen die Kuratoren durch die Ausstellung. Der Katalog zur Ausstellung wird vorgestellt.
23. November 2008 bis 18. Januar 2009
NEUES SEHEN -
Junge Kunst aus Israel
Ausstellung in der Städtischen Galerie im Buntentor, Bremen und im Syker Vorwerk – Zentrum für zeitgenössische Kunst, Syke –
Kuratiert von Norbert Bauer, Susanne Hinrichs und Liav Mizrahi
Eröffnung: Samstag, 22. November 2008, 19 Uhr, in Bremen
durch Kulturstaatsminister Bernd Neumann, Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien,
den Präsidenten der Freien Hansestadt Bremen Bürgermeister Jens Böhrnsen, Senator für Kultur,
und Dan Golan, Gesandter – Botschaftsrat für Kultur, Botschaft des Staates Israel in Deutschland
Einführung: Susanne Hinrichs für die Kuratoren
Eröffnung: Sonntag, 23. November 2008, 12 Uhr, in Syke
durch Gerd Stötzel, Landrat des Landkreises Diepholz
und Dan Golan, Gesandter – Botschaftsrat für Kultur, Botschaft des Staates Israel in Deutschland
Einführung: Susanne Hinrichs für die Kuratoren
Künstlerinnen und Künstler:
in Bremen: Einat Amir, Avital Cnaani, Assaf Eviron, Gaston Zvi Ickowicz, Shai Kocieru, Liat Kuch, Shunit Kushnir, Vered Levi, Ravit Mishli, Ariela Plotkin, Barak Ravitz, Talya Raz, Hillel Roman, Orly Sever, Nurit Sharett, Lior Shvil, Naama Tsabar, Anna Yam
in Syke: Maya Attoun, Dana Darvish, Guy Goldstein, Gali Grinspan, Talia Keinan, Liat Kuch, Assi Meshullam, Inbal Nissim, Ruth Orr, Rona Yefman, Tal Yerushalmi
Nur wenig ist hierzulande über die junge israelische Kunstszene bekannt. Dabei existiert dort eine junge, vielfältige und überaus spannende Szene, die weder in den Ausdrucksformen noch in ihren Themen festgelegt ist. Unter dem Titel „NEUES SEHEN - Junge Kunst aus Israel“ wird nun ein Einblick in diese lebendige und bunte Szene gegeben. Die Ausstellung, eine Kooperation zwischen der Städtischen Galerie im Buntentor und dem Syker Vorwerk - Zentrum für zeitgenössische Kunst, präsentiert 28 junge Künstlerinnen und Künstler. Sie zeigt eine neue Generation Kunstschaffender mit einem breiten Spektrum verschiedener Medien. Neben Malerei, Fotografie und Skulptur bilden Videokunst und Installation einen Schwerpunkt der Ausstellung.

























Der Titel „NEUES SEHEN“ verweist auch auf vielfältige Strategien, mit denen junge israelische Künstler versuchen, in ihrer Arbeit eine eigene Sicht auf ihre Umgebung und ihr Land zu entwickeln. Im Fokus vieler Werke steht die Auseinandersetzung mit der eigenen, als multiple oder gar disparat empfundenen Identität in Zeiten des gesellschaftlichen Wandels. Die traditionellen Identitätsmuster der israelischen Gesellschaft verbinden sich heute mit den vielfältigen Angeboten der globalen Pop- und Jugendsubkulturen. In diesen neuen Identifikationsmöglichkeiten und Formen der Selbstinszenierung zeigen sich eine Diversifizierung der Lebensstile und ein verstärktes Einfordern des Rechts auf Annerkennung und Selbstbestimmung in sexuellen, religiösen oder ethnischen Belangen, die sich auch in der Kunst widerspiegeln.
Zu diesen Konzepten, die sich eher mit Fragen der Abgrenzung von traditionellen Mustern beschäftigen, gesellen sich Arbeiten, die auf ganz vielfältigen Wegen versuchen, die gesellschaftliche Situation, die Geschichte oder den Alltag Israels, aus neuen Blickwinkeln zu erforschen. Architektur oder Landschaft können dabei ebenso Thema sein wie die stets präsente Gefahr von Anschlägen und die damit verbundene Allgegenwart von Militär und Sicherheitskontrollen. Spezifische Gegenstände und Situationen werden so zu Objekten kühler Beobachtung oder überdrehter Parodie.
Angela Piplak
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
Veranstaltungen:
Mittwoch, 26.11.2008, 19.30 Uhr, Ort: Städtische Galerie:
Assaf Gavron (Israel) liest aus seinem Roman „Ein schönes Attentat“ (mit deutscher Übersetzung)
Donnerstag, 11.12.2008, 19.30 Uhr, Ort: Städtische Galerie:
Dr. Mirjam Wenzel, Jüdisches Museum Berlin, spricht über die aktuelle Kunst in Israel
Dienstag, 27.01.2009, 19 Uhr, Ort: Syker Vorwerk:
Eva Birkenstock, Halle für Kunst Lüneburg e.V., Vorstellung des mobile archive (Israeli Center for Digital Art, Holon, Israel) und Vorführung ausgewählter Videoarbeiten israelischer Künstler
Sonntag, 15.02.2009, 15 Uhr, Ort: Syker Vorwerk:
Brigitte Zeitlmann, Medienwissenschaftlerin, Bonn: Retrospektive Israelisches Kino, Filmvorführung und Gespräch
Die Termine der sonntäglichen Führungen entnehmen Sie bitte der Tagespresse.
Ausstellungsdauer Städtische Galerie: 23. November 2008 bis 18. Januar 2009
Ausstellungsdauer Syker Vorwerk: 23. November 2008 bis 15. Februar 2009
Die Ausstellung wird gefördert durch:
Kulturstiftung des Bundes
Botschaft des Staates Israel
Senator für Kultur Bremen
Gemeinnützige Stiftung der Kreissparkasse Syke
StiftungNiedersachsen
IFA-Institut für Auslandsbeziehungen e.V.
11. Dezember 2008
Donnerstag, 11. Dezember 2008: um 18 Uhr führt Angela Piplak durch die Ausstellung!
Danach:
"Von Jerusalem über Tel Aviv in die Welt: Die Entwicklung der zeitgenössischen israelischen Kunst seit Beginn der neunziger Jahre und ihre Wahrnehmung in Deutschland."
Dr. Mirjam Wenzel, Jüdisches Museum Berlin, spricht über aktuelle Kunst in Israel
Ort: Städtische Galerie, Buntentorsteinweg 112, 28201 Bremen
Datum: Donnerstag, 11. Dezember 2008,
Uhrzeit: 19:30 Uhr
Der Vortrag zeichnet anhand von Foto- und Videoarbeiten bekannter israelischer Künstler die Entwicklungstendenzen der israelischen Kunstszene in den letzten Jahren nach. Er thematisiert anhand ausgewählter Ausstellungen die Frage, wie diese in Deutschland rezipiert wurden.
26. November 2008
Ein schönes Attentat
Assaf Gavron (Israel) liest aus seinem Roman „Ein schönes Attentat“ (mit deutscher Übersetzung von Martin Heckmann)
Ort: Städtische Galerie, Buntentorsteinweg 112, 28201 Bremen
Datum: Mittwoch, 26. November 2008
Uhrzeit. 19:30 Uhr
Assaf Gavron wurde 1968 geboren, wuchs in Jerusalem auf und studierte in London und Vancouver. Er hat drei Romane und einen Band mit Erzählungen veröffentlicht und ist in Israel Bestsellerautor. Außerdem hat er u.a. Jonathan Safran Foer und J.D. Salinger ins Hebräische übersetzt, ist Sänger und Songwriter der israelischen Kultband "The Mouth and Foot" und war im Schreibteam des Computerspiels "Peacemaker", das den Nahost-Konflikt simuliert. Assaf Gavron lebt inzwischen in Tel Aviv.
"Gavron ist einer der originellsten und stärksten Schriftsteller Israels."
Etgar Keret
