30. Januar 2012
35. Bremer Förderpreis für Bildende Kunst 2011 geht an MAX SCHAFFER
Der Maler und Zeichner Max Schaffer ist mit dem 35. Bremer Förderpreis für Bildende Kunst 2011 ausgezeichnet worden. Kulturstaatsrätin Carmen Emigholz übergab die Preisurkunde für eine künstlerisch bearbeitete Baustellenfolie der Wiener Hofburg.
Begründung der Jury zur Preisvergabe:
Max Schaffer überzeugte die Jury aufgrund der Komplexität seiner äußerst präzisen Arbeit. Mit scharfsinnigem Humor thematisiert er kunsthistorische Fragen und gesellschaftliche Werte in verschiedenen Medien. Dabei sind es oft einfache Gesten oder Interventionen mittels derer er vielschichtige Fragen aufwirft. Seine Arbeit macht neugierig auf seine weitere künstlerische Entwicklung.
Jurymitglieder:
Dirck Möllmann, Kurator, Hamburg
Veronika Olbrich, Städtische Galerie Nordhorn
Christina Végh, Bonner Kunstverein
Hilke Wagner, Kunstverein Braunschweig
René Zechlin, Kunstverein Hannover
17. Oktober 2011
Die Steinmetzin Katja Stelljes ist Preisträgerin des
18. Bremer Förderpreises für Angewandte Kunst 2011
Die Bremer Steinmetzin Katja Stelljes erhält den Bremer Förderpreis für Angewandte Kunst 2011. Die Preisverleihung und Eröffnung der Ausstellung findet statt am
Donnerstag, den 24. November 2011 um 18.00 Uhr in der Galerie Hilde Holstein, Schnoor 5, 28195 Bremen.
Die Staatsrätin für Kultur Frau Carmen Emigholz wird die Preisübergabe vornehmen. Gleichzeitig wird die Ausstellung mit Werken der Preisträgerin und weiteren von der Jury ausgewählten Teilnehmerinnen des Preisverfahrens eröffnet.
Die Teilnehmerinnen der Ausstellung sind:
Katja Stelljes, Steinmetzin, Preisträgerin 2011
Nicole Baltrock, Textildesignerin
Jenny Bosse, Goldschmiedin
Maike Eisenhauer, Goldschmiedin
Danni Schwaag, Schmuckdesignerin
Jurybegründung
„Der Bremer Förderpreis für Angewandte Kunst wurde am 17. Oktober 2011 von der Wettbewerbsjury einstimmig der Bremer Steinmetzin Katja Stelljes zuerkannt.
Die Jurymitglieder beeindruckte insbesondere, dass Stelljes in diesem traditionellen Handwerk - wie derzeit nur noch wenige Kunsthandwerker - gleichermaßen mit handwerklich-technischem Können wie mit künstlerisch anspruchsvoller Gestaltung reüssiert.
Zur Jurysitzung hatte die Preisträgerin eine zweiteilige Schale aus grauschwarzer Basaltlava und hellgrauem Auerkalk eingereicht. Deren beide Teile, flach ausgebildet mit unregelmäßigem Umriss und einem Rand aus dicken, rundlichen Formen, lassen in der Aufsicht Wolkenbilder assoziieren. Sie sind so ineinander gefügt, dass sie sich nur an wenigen Punkten berühren und doch statisch fest stehen. Die Steinmetzarbeit von Katja Stelljes offenbart ihre besonderen ästhetischen Qualitäten, wenn man sie umrundet: Vor allem die Seitenansichten bieten immer neue, stets in sich schlüssige Kompositionen, deren einzelne Elemente haptisch und optisch an aufeinander gelegte, im Fluss gewaschene Kieselsteine erinnern. Die Doppelschale ist ein glückliches Beispiel für das, was die Angewandte Kunst der Gegenwart vermag: sie erhebt bildhauerischen Anspruch und ist zugleich auch Gefäß, das man nutzen kann.“
Die Juroren:
Frau Frauke Alber, Angewandte Kunst (AKB) Bremen
Frau Dr. Uta Bernsmeier, Focke Museum
Frau Astrid Keller, Förderpreisträgerin 2009
Frau Beate Manske, Wilhelm-Wagenfeld-Stiftung
Frau Dr. Sabine Wilp, Handwerkskammer Hannover
Bisherige Preisträgerinnen und Preisträger sind:
1977 Steffen Bockstaller, Keramiker
1979 Heinrich Thein, Blechblasinstrumentenbaumeister
1981 Gertrud Eck-Hanke, Keramikerin
1983 Vera Vehring, Keramikerin
1985 Bettina Meier, Silberschmiedin
1987 Ulfert Hillers, Keramiker
1989 Friederike Sensfuß, Textilgestalterin
1991 Ruprecht Holsten, Metallgestalter
1993 Martin Mindermann, Keramiker
1995 Frauke Alber, Keramikerin
1997 Michael Kramer, Glasgestalter
1999 Karin Bablok, Keramikerin
2001 Mascha Moje, Gold- und Silberschmiedin
2003 Peter Heidhoff, Möbel- und Objektbauer
2005 Dorte Peymann, Goldschmiedin
2007 Martin Wilmes, Möbel-Tischler
2009 Astrid Keller, Goldschmiedin


