17. Oktober 2011

Die Steinmetzin Katja Stelljes ist Preisträgerin des
18. Bremer Förderpreises für Angewandte Kunst 2011


Die Bremer Steinmetzin Katja Stelljes erhält den Bremer Förderpreis für Angewandte Kunst 2011. Die Preisverleihung und Eröffnung der Ausstellung findet statt am

Donnerstag, den 24. November 2011 um 18.00 Uhr in der Galerie Hilde Holstein, Schnoor 5, 28195 Bremen.

Die Staatsrätin für Kultur Frau Carmen Emigholz wird die Preisübergabe vornehmen. Gleichzeitig wird die Ausstellung mit Werken der Preisträgerin und weiteren von der Jury ausgewählten Teilnehmerinnen des Preisverfahrens eröffnet.

Die Teilnehmerinnen der Ausstellung sind:
Katja Stelljes, Steinmetzin, Preisträgerin 2011
Nicole Baltrock, Textildesignerin
Jenny Bosse, Goldschmiedin
Maike Eisenhauer, Goldschmiedin
Danni Schwaag, Schmuckdesignerin
                                                                                                                               

Jurybegründung
„Der Bremer Förderpreis für Angewandte Kunst wurde am 17. Oktober 2011 von der Wettbewerbsjury einstimmig der Bremer Steinmetzin Katja Stelljes zuerkannt.

Die Jurymitglieder beeindruckte insbesondere, dass Stelljes in diesem traditionellen Handwerk - wie derzeit nur noch wenige Kunsthandwerker - gleichermaßen mit handwerklich-technischem Können wie mit künstlerisch anspruchsvoller Gestaltung reüssiert.
Zur Jurysitzung hatte die Preisträgerin eine zweiteilige Schale aus grauschwarzer Basaltlava und hellgrauem Auerkalk eingereicht. Deren beide Teile, flach ausgebildet mit unregelmäßigem Umriss und einem Rand aus dicken, rundlichen Formen, lassen in der Aufsicht Wolkenbilder assoziieren. Sie sind so ineinander gefügt, dass sie sich nur an wenigen Punkten berühren und doch statisch fest stehen. Die Steinmetzarbeit von Katja Stelljes offenbart ihre besonderen ästhetischen Qualitäten, wenn man sie umrundet: Vor allem die Seitenansichten bieten immer neue, stets in sich schlüssige Kompositionen, deren einzelne Elemente haptisch und optisch an aufeinander gelegte, im Fluss gewaschene Kieselsteine erinnern. Die Doppelschale ist ein glückliches Beispiel für das, was die Angewandte Kunst der Gegenwart vermag: sie erhebt bildhauerischen Anspruch und ist zugleich auch Gefäß, das man nutzen kann.“

Die Juroren:
Frau Frauke Alber, Angewandte Kunst (AKB) Bremen
Frau Dr. Uta Bernsmeier, Focke Museum
Frau Astrid Keller, Förderpreisträgerin 2009
Frau Beate Manske, Wilhelm-Wagenfeld-Stiftung
Frau Dr. Sabine Wilp, Handwerkskammer Hannover

 

Bisherige Preisträgerinnen und Preisträger sind:
1977    Steffen Bockstaller, Keramiker
1979    Heinrich Thein, Blechblasinstrumentenbaumeister
1981    Gertrud Eck-Hanke, Keramikerin
1983    Vera Vehring, Keramikerin
1985    Bettina Meier, Silberschmiedin
1987    Ulfert Hillers, Keramiker
1989    Friederike Sensfuß, Textilgestalterin
1991    Ruprecht Holsten, Metallgestalter
1993    Martin Mindermann, Keramiker
1995    Frauke Alber, Keramikerin
1997    Michael Kramer, Glasgestalter
1999    Karin Bablok, Keramikerin
2001    Mascha Moje, Gold- und Silberschmiedin
2003    Peter Heidhoff, Möbel- und Objektbauer
2005    Dorte Peymann, Goldschmiedin
2007    Martin Wilmes, Möbel-Tischler
2009    Astrid Keller, Goldschmiedin

 

 

 

 

5. Juli 2011

 

TWO-GETHER X
Aktuelle Kunst aus Bremen in der Vertretung der Freien Hansestadt Bremen bei der Europäischen Union, Avenue Palmerston 22, in Brüssel von Juli bis Dezember 2011.


Die Ausstellung mit Werken von 18 Bremer Künstlerinnen und Künstlern wurde am Montag, den 4. Juli 2011, eröffnet. Zeitgleich fand eine Lesung mit Andrea Grill, Förderpreisträgerin des Bremer Literaturpreises 2011, statt.


An der Ausstellung sind beteiligt:
Sabine Straßburger / Manfred Nipp
Nicholas Bodde / Barbara Rosengarth
Mette Joensen / Joachim Pohlenk
Manfred Kirschner / Silke Thoss
Dolf Bissinger / Anna Solecka
Marina Schulze / Norbert Bauer
Simone Haack / Peter-Jörg Splettstösser
Marikke Heinz-Hoek / Tom Gefken
Daniela Marschall / Hans-J. Müller



Der Katalog ist für 10 Euro in der Städtischen Galerie Bremen erhältlich.

 

 

 

 

14. März 2011

Neugestaltung der Fassaden des BAT – Centre in Durban Südafrika 2011

Wandmalerei Durbaner Künstlerinnen und Künstler in Zusammenarbeit und unter Anleitung der Künstlerin Edeltraut Rath aus Bremen.

Die Fassaden des BAT (Bartel Arts Trust) – Centers werden im Frühjahr 2011 neu gestaltet. Das BAT-Centre, Gründung 1995, ist ein großes, repräsentatives Kunst- und Kulturzentrum, mit den Schwerpunkten Bildende Kunst, Musik, Schauspiel und Literatur, direkt am Durbaner Hafen gelegen. Dort befinden sich Künstlerateliers, Galerien, Veranstaltungs- und Fortbildungsräume, Shops für Kunst und Kunsthandwerk und ein Restaurant.

Das BAT-Centre gibt jungen und auch älteren künstlerisch begabten Menschen aus den Townships die Möglichkeit, sich fortzubilden und ihre Kreativität weiterzuentwickeln. Ziel dieser Aktivitäten ist, Menschen ohne Ausbildung eine berufliche Perspektive aufzuzeigen, damit sie ihren Lebensunterhalt verdienen können.

Seit 2003 arbeitet Edeltraut Rath mit Künstlern aus Durban zusammen: 2003 war der Künstler Joseph Manana an der Fassadengestaltung des Schulzentrums Obervieland beteiligt. 2007 hat E. Rath mit einer Künstlergruppe aus dem BAT-Centre die Fassade des Ekhaya Multi Arts Centre in dem Township Kwa Mashu in Durban gestaltet. 2008 haben im Austausch die Durbaner Künstler zusammen mit Edeltraut Rath die Fassaden der Grundschule an der Alfred-Faust-Straße in Bremen bemalt. Positive Auswirkung dieser Zusammenarbeit ist, dass von dieser Gruppe seither einige Projekte in Durban in Eigenregie durchgeführt worden sind.

 

 

 

Bremen, 31. Januar 2011


34. Bremer Förderpreis für Bildende Kunst 2010 geht an BJÖRN BEHRENS


Begründung der Jury zur Preisvergabe:

Björn Behrens
Jugendliche Stärke und Verletzlichkeit, Autonomie und soziale Verflechtung treten in Björn Behrens fotografischen Serien hervor. Menschen und architektonische Umgebung sind in ungewöhnlichen Konstellationen festgehalten und machen die Fragilität sozialer Gefüge sichtbar. Die Jury begrüßt eine konsequente Fortführung des vielversprechenden künstlerischen Wegs und spricht deswegen für seine Arbeit „Trost der Anderen“ den Förderpreis zu.

 

Fabian Reimann
Die Jury hebt die Arbeit „The Surveyor“ von Fabian Reimann, aufgrund seiner intensiven Auseinandersetzung mit historischen Figuren und Schauplätzen, deren Ambivalenzen und Brüchigkeit reflektiert und aufgezeigt werden, lobend hervor.

 

Jurymitglieder:
Veronika Olbrich, Städtische Galerie Nordhorn
Susanne Pfeffer, KW Institut for Contemporary Art, Berlin
Ute Stuffer, Kunstverein Hannover
Christina Végh, Bonner Kunstverein