21.1. - 25.2.2007

Eröffnung: Samstag, 20. Januar 2007 um 19 Uhr

Begrüßung: Prof. Dr. Hans-Joachim Manske, Direktor Städtische Galerie

Preisverleihung: Sonnabend, den 10. 2. 2007, 19.00 Uhr durch Jörg Kastendiek, Senator für Kultur
Vortrag: Nicolaus Schafhausen "Kunstpreise sind so zeitgemäß, wie die Künstler, die sie bekommen"

Die nominierten Künstlerinnen und Künstler sind:
Chika Aruga, Norbert Bauer, Thomas Behling, Matthias Bösche, Sebastian Gräfe, Simone Haack, Christian Helwing, Manja Herrmann, Kinki Texas, Marina Schulze, Anne Schweig, Hannes Trüjen, Unity Art Nabiha & Thom.

 

Manja HerrmannThomas BehlingSebastian GräfeChika ArugaKinki TexasSimone HaackNorbert BauerHannes Trüjen
Anne SchweigChristian HelwingMatthias Bösche

Marina SchulzeUnity Art Nabiha & Thom

 
1977 wurde zum ersten Mal der Bremer Förderpreis für Bildende Kunst vergeben. Er ist damit neben dem Kunstpreis der Böttcherstraße, der von der Kunsthalle ausgelobt wird, der zweitälteste Preis für bildende Kunst in Bremen. Bewerben können sich Künstlerinnen und Künstler im Alter von 26 bis 40 Jahren mit abgeschlossenem Studium an einer Kunsthochschule oder an einer vergleichbaren Einrichtung.

Eine regionale Vorschlagskommission, in der wichtige Vertreter der aktuellen Bremer Kunstszene, also Künstler, Kuratoren und Galeristen vertreten sind, wählt aus dem Kreis der Bewerberinnen und Bewerber zehn bis fünfzehn Positionen aus. Diese werden in einer Ausstellung in der Städtischen Galerie im Buntentor präsentiert. Eine überregionale Jury, deren Mitglieder in großen Museen oder Kunstvereinen für die aktuelle Kunst zuständig sind, ermittelt daraus den Förderpreisträger bzw. die Förderpreisträgerin. Für die meisten jungen Künstlerinnen und Künstler ist bereits die Auswahl und die Teilnahme an der Ausstellung ein großer Erfolg, da die Jury des Förderpreises oftmals die erste professionelle überregionale Instanz ist, die sie bewertet und ihnen die Chance gibt, in das überregionale Kunstgeschehen einzusteigen.

 
Mit dem Förderpreis 2006 jährt sich die Vergabe zum dreißigsten Mal. Aus diesem Anlass wird Nicolaus Schafhausen, Direktor des Witte de With Zentrum für zeitgenössische Bildende Kunst in Rotterdam und designierter Kurator des deutschen Beitrages auf der Kunstbiennale 2007 in Venedig, im Rahmen der Preisverleihung am 10. Februar 2007 einen Festvortrag zur gegenwärtigen aktuellen Kunst halten.

 

Der regionalen Vorschlagskommission gehörten an:
Barbara Alms, Städtische Galerie Delmenhorst
Peter Friese, Neues Museum Weserburg Bremen
Susanne Hinrichs, Galerie im Park, Bremen
Prof. Dr. Hans-Joachim Manske, Städtische Galerie im Buntentor Bremen
Dr. Katerina Vatsella, Kunsthistorikerin und freie Kuratorin, Bremen
Jürgen Wesseler, Kunstverein Bremerhaven

Der überregionalen Jury gehören an:
Leonie Baumann, Neue Gesellschaft für Bildende Kunst, Berlin
Dr. Stephan Berg, Kunstverein Hannover
Dr. Yilmaz Dziewior, Kunstverein Hamburg
Dr. Barbara Engelbach, Museum Ludwig Köln
Sabine Himmelsbach, Edith-Ruß-Haus für Medienkunst, Oldenburg

 

 

 

 

 

 

 

 

 Nicolaus Schafhausen

 

Seit Januar 2006 ist Nicolaus Schafhausen Direktor des Witte de With, Zentrum für Moderne Kunst, in Rotterdam, Niederlande. Er ist Spezialist für zeitgenössische Kunst und Neue Medien. Er gilt als einer der profiliertesten Kuratoren der jüngeren Generation in Deutschland.

Nicolaus Schafhausen, 1965 in Düsseldorf geboren, studierte Kunstgeschichte und Philosophie. Er war Leiter mehrerer Institutionen in Deutschland und initiierte Projekte und Publikationen in und außerhalb Europas.

Schafhausen war Direktor des Frankfurter Kunstvereins (1999-2005) und wurde 2005 zum Gründungsdirektor der European Kunsthalle in Köln ernannt, deren Konzept er erarbeitete. Von 2003 bis 2005 war er auch beim Nordic Institut for Contemporary Art in Helsinki als Kurator tätig. 

Für seine kuratorische Leistung erhielt Nicolaus Schafhausen zahlreiche Auszeichnungen. Er ist Träger des hessischen Staatspreises für Kultur (2003), des Adam-Elsheimer-Preises (2002), des Jürgen-Ponto-Preises (2001) und der Unesco-Auszeichnung "Dialog zwischen den Kulturen" (2001).