Fotografie, 75 × 280 cm

Eröffnung: Samstag, 10. November, 19 Uhr

Beteiligte Künstler*innen:

Monira Al Qadiri, Julia Baier, Katja Blum, Sara Förster, Swaantje Güntzel, Susann Hartmann, Åke Hedström, Signe Johannessen, Maria Mathieu, Ngozi Schommers, Annemarie Strümpfler, Lena Maria Thüring, Svenja Wetzenstein

Die Ausstellung Deep Sea beleuchtet die verschiedenen Facetten des Meeres als Lebensraum und die menschliche Beziehung zu diesem Ökosystem. Es ist nach wie vor einer der unbekanntesten Lebensräume des Planeten, ein riesiger, scheinbar grenzenloser Raum, in dem Menschen nicht leben können und den sie nur langsam kennenlernen und erforschen. Dabei werden in den letzten Jahren immer neue Meereslebewesen bekannt, deren Aussehen und Fähigkeiten in vielen Fällen die fantastischen menschlichen Vorstellungen von Meeresmonstern und –kreaturen übertreffen. Immer deutlicher wird auch, in welcher direkten Beziehung das menschliche Leben zum Lebensraum Meer steht und wie sehr wir von diesem Ökosystem abhängig sind, das andererseits insbesondere durch menschliche Intervention nachhaltig gefährdet ist und in exponentieller Geschwindigkeit zerstört wird bzw. sich verändert.

Die Ausstellung nimmt diese gesellschaftspolitisch relevanten Aspekte der menschlichen Beziehung zum Meer auf und präsentiert durch 13 Positionen künstlerische Annäherungen an das Thema, die von explizit politischen Fragestellungen zu surrealen und persönlichen Auseinandersetzungen reichen. In Videos, Fotografien, Skulpturen, Installationen, Zeichnungen und Performances werden teils ungewöhliche Geschichten und Aspekte des Themas verhandelt.

Deep Sea entsteht in Kooperation mit dem Künstlerinnenverband Bremen (Gedok) gemeinsam mit dem Ystad Konstmuseum, wo die Ausstellung im Frühjahr 2019 gezeigt wird. Das Konzept zur Ausstellung wurde gemeinsam von Ýrr Jónasdóttir, Leiterin Ystad Konstmuseum, Anna Kindvall, freie Kuratorin, Malmö, Schweden, Ingmar Lähnemann, Kurator Städtische Galerie Bremen, und Alexandra Waligorski, freie Kuratorin, Hamburg entwickelt. Sie bilden das kuratorische Team zu Organisation der Ausstellung an beiden Orten. In einem jurierten Ausschreibungsverfahren wurden acht Bremer Positionen ausgewählt, ihre Projektvorschläge für Deep Sea zu realisieren. Das kuratorische Team benannte zusätzlich fünf überregionale Künstler*innen, deren Werke in der Ausstellung zu sehen sind.

Zur Ausstellung erscheint ein umfassender Katalog auf Englisch,

die deutsche Version können Sie hier downloaden.

Julia Baier
2017-09-04 09.11.15 2018 , 2018
photography, 75 × 280 cm
Lena Maria Thüring
Gardien de la Paix (GPX), 2011
videostill of a single channel HD video, 16:9, colour, Sound, 18:47 min
Åke Hedström
Näset (Spit), 1977, 1988 & 1999
photography, contemporary archaeological walks along a coastline in south Sweden
Sara Förster
How to stop breathing, 2018
photography, prints on transparent film
Katja Blum
o.T., 2018
Zeichnung
Signe Johannessen
The Beast & The eye of the Cyclone, 2015-2017
videostill
Maria Mathieu
12540 Stunden aufs Meer geschaut und keinen Fisch gesehen (12540 Hours Staring, 2016-2018
serie of drawings and collages, 29,7 × 42 cm
Monira Al Qadiri
Wonder, 2016
installation, carved pearl, aquarium, aquarium equipment
Swaantje Güntzel
STOMACH CONTENTS XXL, 2014
sculpture, various materials, metal
Svenja Wetzenstein
Ungeheuer (Monster/s), 2017/2018
oil on wood
Susann Hartmann
Wassereinbruch II (Water Ingress II), 2004 / 2016
installation, table, tablecloth, breakfast items (toaster, ketchup bottle, flowerpot, jam jar, egg cup, egg, cup of coffee, margarine, wooden board, knife, slice of toast, package of salami), water pump, basin, carpet, chair, pinboard, water
Ngozi Schomers
…tomorrow, we go to the sea, the deep sea, 2018
video, photography, installation
Annemarie Strümpfler
dead zone, 2018
sculpture, plaster, super-black paint, 250 ×150 cm