Eröffnung der Ausstellung und Preisverleihung durch die Staatsrätin für Kultur Carmen Emigholz, am Samstag, 28. Februar 2026 um 19.00 Uhr
Bereits zum 49. Mal vergibt der Senator für Kultur den Bremer Förderpreis für Bildende Kunst. Seit 1977 wird dieser hochdotierte Preis an eine junge Bremer künstlerische Position vergeben.
11 Künstlerinnen und Künstler wurden für die Ausstellung nominiert:
Die hohe Qualität, Internationalität und Diversität der Bremer Kunstszene spiegelt sich in den künstlerischen Positionen, die in der Ausstellung vertreten sind. Auffällig ist in diesem Jahr der hohe Anteil malerischer Ansätze. Isidora Bruna, Marei Dierßen, Eghbal Joudi, Harumi Miyato und Candan Öztürk setzen Malerei dabei ganz unterschiedlich ein. Dezidiert politisch wie Eghbal Joudi und Candan Öztürk, andere finden politische Themen eher in Alltagssituationen, so wie Marei Dierßen und Harumi Miyato. Isidora Bruna kombiniert Politisches mit der Frage nach unserer Vergänglichkeit. Alle Arbeiten verweisen entweder direkt oder unterschwellig, aber überwiegend mit einem Augenzwinkern auf kunsthistorische Vorbilder.
Eghbal Joudi übersetzt seine Malerei in eine räumliche Installation. So werden die gezeigten Leinwände plastisch im Raum erfahrbar. Martin Reichmann zeigt Betonskulpturen, die sich analytisch mit Objekten aus dem Alltag befassen. Franca Brockmann interveniert im Ausstellungsraum mit einem Maschendrahtzaun, der durch den großen Galerieraum gezogen in einem Gedicht aus Drahtbuchstaben endet, oder startet, je nachdem, wie der Betrachtende das Werk liest. Mohar Kalra überträgt eine Arbeit aus dem öffentlichen Raum am Werdersee in eine eigenständige Kunstinstallation. In diese Arbeit bezieht er zeitgenössische Phänomene einer medialisierten Gesellschaft ein. Auch Leon Sahiti analysiert in einer Videoarbeit und einer Skulptur den letztlich politischen Impetus von Digitalität.
Armando Duçellari nutzt für eine politisch konnotierte Arbeit das Medium Video als Teil seines Werkes und gleichzeitig dessen Dokumentation. Sein vor Ort entstandenes Video zeigt die Entstehung einer Intervention des Künstlers auf einer der Wände der Galerie und wird während der Ausstellung auf diese Wand projiziert. Mona Charaf Eddine schließlich vermittelt ihre Beschäftigung mit zeitgenössischen vor allem jungen Alltagskulturen anhand von Fotografien und Videosequenzen, die wie beiläufig einen Rückbezug zu den Interieurs von Marei Dierßen, den Architekturen von Candan Öztürk, den Stillleben von Harumi Miyato und den Alltagshandlungen in den Gemälden von Isidora Bruna erlauben.
Laufzeit der Ausstellung: 01. März bis 26. April 2026