In Vorbereitung: 49. Bremer Förderpreis für Bildende Kunst 2025

Franca Brockmann | Isidora Bruna | Mona Charaf Eddine | Marei Dierßen | Armando Duçellari | eghbal joudi | Mohar Kalra | Harumi Miyato | Candan Öztürk | Martin Reichmann | Leon Sahiti

Eröffnung der Ausstellung und Preisverleihung durch die Staatsrätin für Kultur Carmen Emigholz, am Samstag, 28. Februar 2026 um 19.00 Uhr

Bereits zum 49. Mal vergibt der Senator für Kultur den Bremer Förderpreis für Bildende Kunst. Seit 1977 wird dieser hochdotierte Preis an eine junge Bremer künstlerische Position vergeben.

11 Künstlerinnen und Künstler wurden für die Ausstellung nominiert:

Die hohe Qualität, Internationalität und Diversität der Bremer Kunstszene spiegelt sich in den künstlerischen Positionen, die in der Ausstellung vertreten sind. Auffällig ist in diesem Jahr der hohe Anteil malerischer Ansätze. Isidora Bruna, Marei Dierßen, Eghbal Joudi, Harumi Miyato und Candan Öztürk setzen Malerei dabei ganz unterschiedlich ein. Dezidiert politisch wie Eghbal Joudi und Candan Öztürk, andere finden politische Themen eher in Alltagssituationen, so wie Marei Dierßen und Harumi Miyato. Isidora Bruna kombiniert Politisches mit der Frage nach unserer Vergänglichkeit. Alle Arbeiten verweisen entweder direkt oder unterschwellig, aber überwiegend mit einem Augenzwinkern auf kunsthistorische Vorbilder.

Eghbal Joudi übersetzt seine Malerei in eine räumliche Installation. So werden die gezeigten Leinwände plastisch im Raum erfahrbar. Martin Reichmann zeigt Betonskulpturen, die sich analytisch mit Objekten aus dem Alltag befassen. Franca Brockmann interveniert im Ausstellungsraum mit einem Maschendrahtzaun, der durch den großen Galerieraum gezogen in einem Gedicht aus Drahtbuchstaben endet, oder startet, je nachdem, wie der Betrachtende das Werk liest. Mohar Kalra überträgt eine Arbeit aus dem öffentlichen Raum am Werdersee in eine eigenständige Kunstinstallation. In diese Arbeit bezieht er zeitgenössische Phänomene einer medialisierten Gesellschaft ein. Auch Leon Sahiti analysiert in einer Videoarbeit und einer Skulptur den letztlich politischen Impetus von Digitalität.

Armando Duçellari nutzt für eine politisch konnotierte Arbeit das Medium Video als Teil seines Werkes und gleichzeitig dessen Dokumentation. Sein vor Ort entstandenes Video zeigt die Entstehung einer Intervention des Künstlers auf einer der Wände der Galerie und wird während der Ausstellung auf diese Wand projiziert. Mona Charaf Eddine schließlich vermittelt ihre Beschäftigung mit zeitgenössischen vor allem jungen Alltagskulturen anhand von Fotografien und Videosequenzen, die wie beiläufig einen Rückbezug zu den Interieurs von Marei Dierßen, den Architekturen von Candan Öztürk, den Stillleben von Harumi Miyato und den Alltagshandlungen in den Gemälden von Isidora Bruna erlauben. 

Einladung als PDF

Laufzeit der Ausstellung: 01. März bis 26. April 2026 

 

 

Franca Brockmann
dissonante zustände , 2025
Raufaser 52, Styropor, Holz
Foto: Franca Brockmann
Isidora Bruna
La Posada de los Muertos 3 , 2022
Öl auf Leinwand
Foto: Isidora Bruna
Mona Charafeddine
Me, By You , 2025
Fotografie
Foto: Mona Charafeddine
2025
fall in love again and again , 2025
Öl und Acryl auf Leinwand
Foto: Marei Dierßen
Armando Ducellari
Drawing Lines Through My Passport , 2018
Video, Beamerprojektion auf Wand
Foto: Armando Ducellari
eghbal joudi
The Captive Ballad of Sound , 2025
Malerei auf Leinwand
Foto: Gabriela Valdespino
Mohar Kalra
Birds aren’t real, but neither are you , 2025
Film still
Foto: Mohar Kalra
Harumi Miyato
Vase mit Blumenmotiv , 2024
Fototransfer und Acryl auf Leinwand
Foto: Harumi Miyato
Candan Öztürk
Kreuzberg , 2025
Acryl auf Stoff
Foto: Candan Öztürk
Martin Reichmann
Fuck you and your sense of wonder , 20213
Beton+Stahl+Holz
Foto: Martin Reichmann